Aus der Geschichte der SG Bennau

Am 19. März 1895 wurde die Schützengesellschaft Bennau gegründet mit dem Zweck den Militärpflichtigen die Erfüllung der Schiesspflicht zu erleichtern, die Schiesskunst zu heben und gute Kameradschaft zu pflegen.
Im ersten Jahr schon wuchs die Mitglieder-Zahl von 24 auf 31 an. Der Schiessbetrieb war damals noch ganz einfach: Obligatorisches und fakultatives Programm, Bezirkswettschiessen, Etzelbundschiessen und ein einfaches Endschiessen gehörten dazu. Geschossen wurde im Freien in Biberbrücke.
Der Schützenchef (heute Schützenmeister) musste vor jeder Schiessübung Appell machen und die Gewehre inspizieren. Die Mitglieder mussten ihre Waffen tadellos instand halten und es war ihnen, unter Androhung einer Busse oder Verzeigung, streng unterrsagt ausserhalb der Uebungen zu schiessen. Mitglieder, die nicht an drei Uebungen teilnahmen, mussten für jedes Versäumnis 50 Rappen bezahlen.


Bereits 1897 konnte die erste Fahne gekauft und in Bennau eingeweiht werden. Am Fahnenweihschiessen beteiligten sich 27 Schützen. Im gleichen Jahr fand auch das Fakultative Wettschiessen (Feldschiessen) in Bennau statt und 1899 wurde das Bezirkswettschiessen erstmals in Bennau ausgetragen. Um 1900 wurde der Zeigerwall erstellt, eine „mindestens 55 cm dicke, verputzte Mauer aus guten Bruchsteinen“. Geschossen wurde weiterhin im Freien auf dem Meisterboden, und zwar nur bei einigermassen guter Witterung.


1920 trat die SG Bennau dem Kantonalverband bei. Im September 1921 feierte die Schützengesellschaft ihr 25-Jahr-Jubiläum mit der Weihe der neuen Fahne und einem Freundschaftsschiessen auf dem „Meisterboden“.
Die ausserordentliche GV 1932 beschliesst den Bau einer Schiessanlage. Am bisherigen Platz konnte das Land für den Schiessplatz gekauft werden. Jedes Mitglied verpflichtete sich für 2 Tage Fronarbeit oder Fr. 8.—in die Vereinskasse.
Die erste Jahresmeisterschaft im Jahre 1934 bestand aus Obligatorisch, Fakultativ-, Bezirkswett- und Freundschaftsschiessen. Heute gib t es die kleine und die grosse Jahresmeisterschaft mit 10 bzw. 15-20 Schiessen. Die Bennauer Schützen legten schon immer Wert auf eine gute Ausbildung des Nachwuchses. So wurde schon 1934, unter der Leitung von Josef Ochsner, der erste Jungschützenkurs durchgeführt und seit 1973 absolvieren auch Mädchen den JS-Kurs mit viel Erfolg.


1975, 1993 und 2011 fand in Einsiedeln das Schwyzer Kantonalschützenfest statt, wobei auch die Bennauer-Schützen in der Vorbereitung und bei der Durchführung wacker mithalfen. Drei Bennauer wurden zu Schützenkönigen gekrönt, nämlich Sales Kälin 1952 am SZ-Kantonalen, Alois Zehnder 1978 am BE-Kantonalen und Martin Zehnder 1983 am SZ-Kantonalen.


Zum 75-Jahr Jubiläum 1970 bekam die SG Bennau eine neue Fahne, die leider 1987 schon ersetzt werden musste. Das 100-Jahr-Jubiläum feierten die Bennauer Schützen mit einem Schiessen im Sommer und einer Jubiläumsfeier im Oktober 1995.


Immer wieder gab und gibt es im Schiess- oder Scheibenstand etwas zu verbessern oder zu bauen. 1951 wurde der Scheibenstand auf 8 Scheiben erweitert, 1967 bekamen wir eine Signalanlage, 1985/86 Standerweiterung mit dem Bau des Mouchenstüblis, 1989 und 1993 elektronische Trefferanzeigen.